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Kunstorchester Kwaggawerk
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Der Wiedergänger
Kulturpädagogisches Projekt

Laut, anarchisch-wild, energiegeladen & Blasmusik. Für diese schräge Mixtur steht das 2007 vom Schweizer Komponisten Reto Stadelmann gegründete Kölner Gesamtkunstwerk Kwaggawerk. Es vermittelt Musikunterricht an Jugendliche und Erwachsene, vereint Amateure zu einem klingenden Klangkörper und pflegt u.a. auch die «Soziale Plastik» im öffentlichen Raum. Die Mitwirkenden besitzen Spass an lauter und energiegeladener Musik und sind bereit, sich auf innovative, interdisziplinäre Kunst- und Musikprojekte einzulassen.


Foto © Marco Kreye

Die Bläsergruppe beschallt mit ihrem unvergesslich-schrillen, komplexen Sound Fabrikanlagen, Strassen, Bühnen und Kunstausstellungen, beteiligt sich an Projekten anderer Künstler, produziert kinetische Bauten und wilde grossformatige Verkleidugen, die das Orchester zu einem Gesamtkunstwerk werden lassen. Musik ist Kunst, Kunst bereichert die Musik - beides gehört für Kwaggawerk zusammen.


«Griechischer Wein in neuen Schläuchen»
(DIE WELT, 01.11.2009):

Das Orchester Kwaggawerk spielt Hits auf die etwas andere Art

von Frank Lorentz

«Im Berliner Abgeordnetenhaus, in den hintersten Reihen, hockte vor ein paar Tagen eine Musikergruppe aus Köln, während in den vorderen Reihen die Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrates tagte. Gemeinsam mit dem "Tag der Musik e.V." hatte der Rat einen Wettbewerb ausgelobt, der im Juni dieses Jahres bundesweit zelebriert worden war. Einer der Tagsordnungspunkte bestand darin, die Sieger auszuzeichnen. Das Kölner Orchester "Kwaggawerk" zählte dazu - in der Kategorie "Neue Wege in die Welt der Musik".

Es ist der erste bedeutende Preis für das sehr außergewöhnliche Orchester. Gegründet Ende 2006, hat es inzwischen rund 50 Mitglieder, die meisten davon Künstler oder in kunstnahen Berufen tätig. Sie spielen hauptsächlich Trompete, aber auch Tuba, Posaune und Percussion. Hinzu kommt, als Galionsfigur der Truppe, ein Vortänzer, der die Rasseln schwingt - der Kölner Fotograf Wolfgang Zurborn.

Schwer zu sagen, was das für Musik ist, die das "Kwaggawerk" - ein dadaistisch anmutender Name, der auch nicht viel mehr sein will als dadaistisch verspielt - da von sich gibt. Das Repertoire besteht derzeit aus rund 15 Superhits wie "La Cucaracha", "Let it be", "Aquarius" oder "Griechischer Wein", natürlich nicht in Originalversion. Der in Köln lebende Schweizer Komponist und "Kwaggawerk"- Gründer Reto Stadelmann schrieb sie für seine Blechbläsergruppe um. [...]

Mitreißende Dissonanz - Kwaggawerk von Robert Wenkemann. Quelle: FAZ (03.03.2011): „Spielen wir jetzt so schräg, dass alle gehen?“


[...] Das Ergebnis ist einzigartig. Wer einmal live die 50 Blechbläser hört, wie sie auf unerhört verschleppte, zugleich ansteckend heitere, ja geradezu komische Weise musizieren, vergisst es so schnell nicht (reichlich Anschauungsmaterial gibt es auf Youtube).

Kwaggawerkmusik ist weder glatt noch perfekt. Der Sound ist komplex und zugleich unmittelbar zugänglich. Punkmusikfans können ebenso wie Klassikliebhaber etwas damit anfangen. Es sei Musik, die sich an kein bestimmtes Zielpublikum richte, die niemanden ausgrenze, sondern integriere, sagt Zurborn, der vorneweg laufende Dauerrassler und -tänzer, der die Klänge auf höchst anschauliche Weise in den öffentlichen Raum hineinträgt. Er ist ein unermüdlicher Tänzer, dessen Akku niemals leer zu sein scheint. Im Kern, sagt er, sei "Kwaggawerk" ein kulturpädagogisches Projekt. Es vereine jugendliche und erwachsene Amateure mit Spaß an lauter Musik, an innovativen Kunst- und Musikprojekten sowie eigenwilligen Inszenierungen. So eigenwillig wie etwa die von Tom Geilich choreografierte "MusikTanzPerformance" mit dem Titel "der neuen Mythen Klippenspiel", die das Kwaggawerk am 14. Juni im alten Steinbruch des Leichlinger Murbachtales darbot - und für die es nun den Preis erhielt.

Wer das Gesamtkunstwerk namens "Kwaggawerk" live erleben will, kann es buchen. Oder, zum Beispiel, bis Rosenmontag warten, da läuft die Truppe in schrillen Kostümen seit zwei Jahren mit - im Zug vor dem Zug. Im Berliner Abgeordnetenhaus hingegen durfte das Orchester die Instrumente nicht auspacken. Zwar referierte ein FDP-Politiker wortreich darüber, wie seine Partei Kunst und Künstler fördere. Als aber anschließend die vielen von weither angereisten Preisträger durstig zu den Apfelsaftfläschchen griffen, die am Eingang bereit standen, beschied man ihnen barsch, die seien für jemand anders gedacht. Nicht einmal Mineralwasser reichte man den Musikern. Sei's drum, was tut man nicht alles für die Kunst.»


Presse-Links

Extra-Blatt (20.11.2011): „Überschäumende Lebensfreude steckte an“

Online-Magazin Meine Südstadt (19.07.2011): „Manchmal hört man sie schon, bevor man sie sieht.“

Porz am Montag (28.05.2011): „Diese Leute brauchen keine Auftritte in großen Konzertsälen.“

FAZ (03.03.2011): „Spielen wir jetzt so schräg, dass alle gehen?“

Campusmagazin (04.05.2010): „Der absolute Gipfel der hemmungslosen Ausgelassenheit“

Galerie Forum Amalienpark (17.10.2009): „Wo Licht und Wasserzeichen sich berühren“

Welt am Sonntag (01.11.2009): „Griechischer Wein in neuen Schläuchen“

Ruhr Nachrichten (29.06.2009): „Trompetenklänge und einzelne Trommelschläge“

Rheinische Post (16.06.2009): „Paukenschlag im Murbachtal“

Kölner Stadt Anzeiger (15.06.2009): „Blasorchester musiziert im Steinbruch“

Kölnische Rundschau (15.08.2008): „Wir haben Spaß an lauter Musik“. Interview mit Reto Stadelmann

Neue Rheinische Zeitung (06.08.2008): „Die Schweiz bläst zum Angriff“

Kölner Stadt Anzeiger (03.08.2008): „Blasmusik Finale: Tina Turner auf Hohe Straße gespielt“

Kölnische Rundschau (03.08.2008): „Fastnacht: Da geben Kölner alles“

Kölner Stadt Anzeiger (30.07.2008): „Klangprobe: Krach vertreibt Geister“

Entlebucher Anzeiger (29.07.2008): „Entlebucher Gugger beschallen die Innenstadt von Köln“


Links Kunstorchester Kwaggawerk

http://kwaggawerk.wordpress.com/presse/links/

http://kwaggawerk.wordpress.com/presse/

www.kwaggawerk.de